Kreative Plattformen Online und Offline

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Sie sind ständig auf der Suche nach einzigartigen Produkten? Oder Sie wollen sich von aktuellen Trends inspirieren lassen, um in Ihrem Geschäft ein neues Sortiment anzubieten? Sie wollen sich von Ihren Wettbewerbern abheben? Etsy und DaWanda sind die zwei bekanntesten Marktplätze für Kreativliebhaber und Einzelhändler, die gerne einzigartige Produkte anbieten, aber es gibt eine Vielfalt an anderen kreativen Plattformen.

Diese Webseiten bieten viel Potential und sind die optimale Bühne, um handgefertigte Produkte im Einzelhandel zu verkaufen. Einzelhändler zeigen immer mehr Interesse daran, individuelle Produkte Online zu bestellen, um Ihr bestehendes Sortiment mit einzigartigen Produkten zu bereichern.

Nicht nur Einzelhändler und Plattformen machen sich die Kreativität der Designer zunutze: Kreativmärkte sind auch gute Initiativen, um einzigartige Produkte zu verkaufen. Hier finden Sie Online-Plattformen für kreative Köpfe, Künstler, Do It Yourself-Enthusiasten und ambitionierte Bastler. Dazu finden Sie auch Links zu nützlichen Webseiten, die chronologisch darauf hinweisen, wo und wann die nächsten Kreativmärkte stattfinden, um Sie vor Ort zum Stöbern und Bewundern einladen.

Online-Plattformen

Etsy – Die Handmade und Vintage-Plattform

Seit 2005 verbindet Etsy die Online- und die Offline-Welt mit vielen Veranstaltungen und Workshops. Die Firma wurde in New York gegründet und ist weltweit die erste Plattform für Vintage und handgefertigte Produkte von unabhängigen Künstlern und Designern. Etsys Mission ist es, den Handel neu zu gestalten.

Das Marktplatz zählt Millionen von Mitgliedern und Produkte. Seit 2011 wird die Webseite auch auf Deutsch betrieben und seit 2010 gibt es auch eine Niederlassung in Berlin. Die New Yorker Online-Plattform ist gleich alt ist wie DaWanda, bietet aber eine größere Auswahl. Es gibt keine Mitgliedsgebühren, aber eine Verkaufsprovision in Höhe von 3,5%. Bei Etsy ist die Reichweite für Verkäufer im englischen Sprachraum am größten.

DaWanda – Die Kreativ-Plattform

Das Berliner Unternehmen DaWanda ist der führende DIY Marktplatz für Designer und Kreative auf dem deutschen Markt. Das Portal ist ideal, um auf dem Marktplatz neue Trends aufzuspüren. DaWanda hilft kreativen Köpfen, ihre handgemachten Artikel professionell anzubieten. Der Name DaWanda ist ein Frauenname und bedeutet „die Einzigartige”. Die Plattform bietet, wie Etsy, mehrere Events, Wettbewerbe und Workshops in den deutschen Großstädten an.

Den Betreibern der Plattform wird aber immer häufiger vorgeworfen, dass die Produktauswahl zu breit gefächert ist, und Artikel zählt, die nicht handgefertigt sind. Jedoch bleibt die Reichweite sehr hoch. Bei DaWanda gibt es keine Mitgliedsgebühren, dafür eine Verkaufsprovision in Höhe von 9,5 % seit Januar 2017, davor waren es noch 5 %. Das Einstellen von Artikeln ist kostenpflichtig und kostet zwischen 10 und 30 Cent, auch wenn kein Verkauf stattfindet. DaWanda dient häufig als Inspirationsquelle für Einzelhändler.

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Seedyaa – Die Handelsplattform

Unter dem Motto „Gute Geschäfte in jeder Stadt” wurde 2011 das B2B Startup Seedyaa in Deutschland gegründet. Im Grunde besteht die Zielgruppe der Plattform aus Designern und kleinen Einzelhändlern. Seedyaa wurde ins Leben gerufen, um handgefertigte Produkte an individuelle Läden zu vermitteln und umgekehrt.

Diese Produkte können gekauft werden oder auf Kommission bestellt. So öffnen sich neue Möglichkeiten für den Vertrieb der vielen Kreativen, die weder Zeit noch Lust haben, auf Kreativmärkten zu stehen und auf den anderen Kreativplattformen nur Einzelprodukte an Endkunden zu verkaufen und schicken.

Handmade bei Amazon – Der Neuling

Das amerikanische E-Commerce Großunternehmen Amazon betreibt seit kurzem eine Handmade-Rubrik. Im Vergleich zu DaWanda und anderen Plattformen ist der Vertrieb für Verkäufer über das Versandhaus Amazon teurer: Die Provision, die Amazon behält, liegt um die 15 %. Dazu bezahlen die Verkäufer noch 39 Euro monatliche Gebühren als aktive Mitglieder. Das US-Konzern punktet aber mit seiner größeren Reichweite. Zusätzlich müssen sich Künstler, Bastler und Designer bei Amazon bewerben, um als Mitglied aufgenommen zu werden. Der Auswahlprozess dauert in der Regel bis zu vier Wochen. Mitglieder müssen ins kreative Konzept passen und die Konzeption muss bestimmte Anforderungen entsprechen.

Kreativbühne – Die Plattform mit praktischer Suchfunktion

Kreativbühne bietet an, nach einer Vielzahl an Geschäften zu suchen, um Produkte im Einzelhandel zu verkaufen. Das Portal aus Nürnberg ist bundesweit verfügbar und bietet die optimale Schnittstelle zwischen Online und Offline, indem es DIY-Bastler ausfindig macht und ihnen aufzeigt, in welchen Geschäften und Märkte sie ihre Produkte verkaufen können. Es gibt Register für Läden in ganz Deutschland auf der Seite: Dafür muss man einfach direkt auf seine Stadt klicken um Geschäfte ganz in seiner Nähe finden zu können. Kreativbühne vermittelt nur handgefertigte Produkte in den Einzelhandel.

Die Plattform bietet auch alternativ an, Geschäfte zu finden, die selbstgemachte Unikate vertreiben und vereinfacht die Suche nach Fachvermietungen. Verschiedene Beschreibungen zeigen an, was für Produkte jedes Geschäft verkauft, wie zum Beispiel Lampen und Kerzen, Stempel, Keramikschmuck, Kinderkleidung, Handfächer, Etuis, Grüne Mode uvm. Je nach Größe und Dauer variieren die Preise der Vermietung. Die Idee kam der Gründerin, als sie bemerkte, wie mühselig es ist nach einer Möglichkeit zu suchen um seine Handarbeiten zu vertreiben.

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Ezebee – Die Vielfältige

Ezebee bietet ein breites Spektrum an Angeboten, von Handgemachtem über Vermietungen und Dienstleistungen. Über diese Plattform darf jeder verkaufen, egal ob Privatperson, Kleinunternehmen, oder Freiberufler. Ezebee ist ein sozialer Marktplatz und finanziert sich vor allem durch Werbeeinnahmen. Die Grundfunktionalitäten sind für Benutzer kostenlos. Ezebee ist eine Mischung aus Pinterest vom Optischen und Etsy vom Vertrieb.

Die Plattform setzt auf die Kacheloptik, wie es bei Pinterest zu sehen ist. Das Einstellen von Produkten ist kostenlos, und die Plattform beschränkt sich nicht nur auf handgefertigte Produkte. Der Verkauf wird im direkten Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer abgewickelt.

Palundu – Die Alternative

Palundu ist einer der Neulinge unter den verschiedenen kreativen Marktplätzen. Die Plattform ist seit Januar 2016 online und bietet eine Alternative zu den größeren Marktplätzen an. Die Betreiber stellen sicher, dass keine Massenware verkauft wird. Für Verkäufer fallen erstmal keine Kosten an, aber eine Provision von 10 % wird im Verkaufsfall erhoben.

Auf der Palandu Webseite sind DIY-Anleitungen erlaubt, im Gegenteil zu anderen Plattformen. Das Einstellen von Produkten ist einfach und der Ablauf ist besonders effizient. Die Webseite ist auch für mobile Endgeräte optimiert, was in Sachen SEO sehr wichtig ist, so dass der Google-Suchalgorithmus auch die Produkte finden kann.

Muckout – Die Exklusive

Muckout ist ein englischer Begriff, und bedeutet „ausmisten”: Was die zwei Gründerinnen animierte, war, eine Plattform ins Leben zu rufen, wo man „upgecyclete” Produkte erwerben kann. Upcycling besteht darin, aus alten Sachen etwas Neues zu machen.

Die Firma wurde 2015 gegründet und bietet einen Newsletter rund um die Themen des DIY mit Terminen zu den Muckout Workshops in Brandenburg,Informationen zu Märkten und anderen Events sowie Gewinnspiele und Aktionen an.

Sugartrends – Die Verbindende

Die Online-Plattform „Sugartrends” verbindet Läden mit „schönen Waren” miteinander. Sie ist ein Internet Marktplatz, der es sich auf die Fahne geschrieben hat, kleine, stationäre Läden zu unterstützen und ihnen eine Online-Präsenz bieten. Dies soll alles auf einer Plattform geschehen. Der Zugang für Händler ist recht einfach, da ihnen aufgrund des cloudbasierten Webshopsystems ein einfacher Zugang möglich ist. Sie brauchen also keine speziellen technischen Voraussetzungen.

Sugartrends ermöglicht Ihren Kunden überregionales Stöbern. Aktuell sind 330 Läden live und 16.000 Produkte Online (Stand Juli 2017). Darüber hinaus ist die Plattform aber auch für eine gegenseitige Vernetzung der Händler untereinander da. Wenn Sie sich darauf registrieren möchten, kann Ihnen der eigene Service von Sugartrends beratend beistehen.
Der Online Marktplatz hat vor allem eine Message an Sie: Werden Sie aktiv und legen los!

Englischsprachige Plattformen zur Inspiration

Falls Sie auf englischsprachigen Plattformen neue Trends entdecken möchten, gibt es mehrere,die beliebt sind, wie: Artfire, Folksy, Zibbet, Preloved und Depop. Artfire wurde 2008 in Arizona gegründet. Die Provisionen sind relativ hoch im Vergleich zu Etsy, die Kunden aber spezialisiert und die Kaufbereitschaft höher. Folksy kommt aus Großbritannien und ist nur in diesem Raum tätig. Die Plattform wird für ihre Benutzerfreundlichkeit sehr geschätzt.

Preloved kommt ebenfalls aus Großbritannien und ist im Second Hand Bereich spezialisiert und zählt mehr als 500 Kategorien. Zibbet bietet auch eine große Inspirationsquelle für Einzelhändler und berechnet keine Kommissionen, sondern Gebühren für die Verwaltung der Webseite. Depop ist eine mobile und soziale Shopping App aus London. Die App ist wegen ihrer Optik beliebt und ermöglicht es, nicht nur Artikel zu kaufen oder zu verkaufen, sondern diese auch zwischen Benutzer zu teilen.

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Kreativmärkte zum Verweilen und Stöbern

Außerhalb der Online Plattformen gibt es viele Möglichkeiten, um seine Produkte auf vielfältigen Flächen zu verkaufen. Märkte bieten dafür ein ideales Sprungbrett. Die Plattform Kreativbühne listet chronologisch viele Kreativmärkte mit zahlreichen Informationen, in unterschiedlichen Städten, wie Frankfurt, Tübingen, Lübeck, Bielefeld oder München auf. Um teilnehmen zu können, muss man sich bewerben. Behalten Sie auch ein Auge auf die Anmeldefristen, die in der Regel ein paar Tage bis Wochen vor der Veranstaltung ablaufen.

Die Webseite von Handmadekultur bietet auch verschiedene Termine, wie Kreativtreffen, Workshops, Nähkurse und Designmärkte. Ein Veranstaltungskalender von mehreren Handveranstaltungsmessen finden Sie auch auf der Webseite von der Frauenzeitschrift Brigitte, mit mehr als 20 guten Adressen bundesweit, wie zum Beispiel in Hamburg, Köln, Freiburg oder Reutlingen. Handarbeitfans können auch andere Adressen und Veranstaltungen auf der Kreativmärkte Webseite entdecken.

Regionalzeitungen wie Tip Berlin oder Prinz in Hannover bieten auch wertvolle Quellen über regionale, kreative Märkte, die in Abstimmung mit der Stadt organisiert werden. Sie geben ein gutes Beispiel, wie Stadtmarketing, Kulturvereine, Einzelhandel und kreative Märkte Hand in Hand gehen.

Bildquellen:
https://de.fotolia.com/id/135448795
https://de.fotolia.com/id/119089769
https://de.fotolia.com/id/122653019

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