Marktplatz Optimierungen – Amazon SEO: maximale Sichtbarkeit bei der Produktanzeige herausholen - Inventorum

trust element inventorum

Wie kann ich als Händler meine Produkte bei Amazon besser verkaufen? Eine Antwort bietet Amazon SEO. Als Verkäufer auf dem Marktplatz Amazon hat man vielleicht schon einmal von dieser Möglichkeit, die eigene Sichtbarkeit zu verbessern, gehört. Auf welchen Kriterien Amazon SEO beruht, zeigen wir in diesem Artikel, allerdings ist es nicht möglich, den finalen Rankingalgorithmus letztendlich genau zu bestimmen.

Beim Begriff „Amazon SEO” denkt man automatisch an Google, denn Google ist die Suchmaschine, die durch Search Engine Optimization Suchergebnisse in Rangfolge abbildet. Es läuft ein Wettbewerb sämtlicher Webseiten, der sich um das Erscheinen weit oben in den Suchergebnissen dreht. Gibt es mit Amazon SEO etwa einen neuen Google Konkurrenten?
Amazon hat sich zu einer Suchmaschine entwickelt, die Produkte nach oben in das Ranking schießen lässt – und zwar auf der Amazon Seite selbst.
Der Amazon-Marktplatz kann so beeinflusst werden, dass die angebotenen Produkte weiter oben in der Suche, das heißt, auf den ersten Seiten erscheinen. Dies ist eine Hoffnung für viele Händler. Zumal Amazon viel Potential bietet und auch leicht zu optimieren ist. Ich möchte hier erklären, wie.

Was ist Amazon-SEO?

Es geht immer um die Relevanz einer Anzeige. Der Marktplatz-Anbieter möchte Produktverkäufe erzielen! Untersuchungen, die mit einer Heatmap ausgeführt wurden, haben gezeigt, dass ähnlich wie bei Google auch hier die ersten Suchergebnisse die meisten Klicks bekommen. Dadurch ähnelt Amazon SEO dem Google SEO. Die ersten drei bis fünf Produkte bekommen die meisten Klicks und die User klicken sich, das können die Meisten bestätigen, durch die ersten drei Seiten.
Allerdings, und das ist ein wesentlicher Vergleichspunkt zu Google, sieht der User mehr Produkte als er im Google-Shopping Tool angezeigt bekommt. Außerdem suchen viele Menschen direkt beim Marktplatz-Anbieter statt bei Google.
Amazon versucht, möglichst viel zu verkaufen, was gelingt. So hat der Anbieter einen Umsatz von 2 Milliarden weltweit. Da Amazon den Verkauf fördert, steigen die Chancen auf Sichtbarkeit für jedes verkaufte Produkt.

Shopping Buying Commerce Customer Happiness Concept

Wie funktioniert Amazon-SEO?

SEO funktioniert überall dort, wo es einen Algorithmus gibt. Dem ganzen Marktplatz liegt eine sogenannte Suchmaschine A9 zugrunde. Sie weist bedeutende Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zu Google auf. Allerdings suchen die Nutzer suchen auf Amazon anders, da sie primär eine Kaufintention haben. Bei Google hingegen wird nach Fragestellungen und Problemlösungen gesucht, bei Amazon meist nach Produkten.

Ja, die Suchergebnisse können beeinflusst werden, und zwar sogar recht einfach und schnell. Bei Google dauert es Wochen bis Monate, bis eine Seite nach oben rutscht, bei Amazon geht das innerhalb weniger Minuten. Das macht natürlich auch einen Reiz aus.

 

Ranking Faktoren erkennen

Man kommt als Händler, will man seine Produkte verkaufen, nicht darum, sich auch mit den Faktoren für das Ranking zu befassen. Kernziel ist immer die Zufriedenheit des Kunden.

Deshalb ist es das A und O, ein gutes und zuverlässiges Geschäft anzubieten. Bei Amazon kann nämlich nur ranken, wer zufriedene Kunden hat. Je öfter ein Produkt empfohlen wird und je seltener es retourniert wird, desto höher steigt es in den Rankings. Dies ist aber nur ein Beispiel aus den gesamten Ranking-Faktoren. Der erste Platz bei den Amazon-Rankings ist auch verdient, denn ranken kann nur der Verkäufer, der diverse Spielregeln beachtet.

Was Sie tun müssen, ist vor allem, die Qualität der Produktinformationen zu optimieren. Wie bei jeder anderen Seite im Web ist eine Onpage-Optimierung wichtig: alle Faktoren, die Sie auf der Seite selbst vornehmen können, zählen dazu: der Produkttitel, Keywords in den Bullet Points, hochauflösende Bilder, aussagekräftige Beschreibung des Produkts etc.

  • Produkttitel
    Der Titel ist extrem wichtig, er sollte nicht mehr als 200 Zeichen haben und nicht unnötig viele Keywords beinhalten. Oftmals ist der Titel entscheidend für die Überlegung des Kunden, ein Produkt zu kaufen. Er sollte sich immer mit dem Produkt identifizieren lassen und charakteristisch sein. So sollte er die wichtigsten Verkaufsargumente und Alleinstellungsmerkmale enthalten.
  • Produktbeschreibung
    Obwohl die Keywords hier keinen so großen Einfluss auf das Ranking haben, sollten Sie diese dennoch verwenden. Das AIDA-Prinzip (Awareness, Interest, Desire and Action) des Marketings und dessen Nutzung in der Kundenansprache wird Ihnen Erfolg bringen. Zwischenüberschriften und eine gut erkennbare und übersichtliche Struktur können helfen.
  • Meta-Keywords
    Dieser Schritt ist nicht gleich ersichtlich, denn weder für den Kunden noch im Quelltext zu sehen sind die Meta-Keywords. Sie sind im Seller Central, im Account bei den Produkteinstellungen, zu finden. Sie haben hier Platz für je 50 Zeichen in insgesamt 5 Zeilen. Produkte können hier gerne mit Bindestrichen beschrieben werden, weil der Amazon Algorithmus dies als UND erkennt.
  • Bullet Points
    Es stehen 5 Bullet Points zur Verfügung, die auch alle genutzt werden sollten. Dabei ist egal, was oben und was unten platziert wird. Es ist auch nicht nötig, hier in Ein- oder Mehrzahl zu unterscheiden. Gut wäre es, wenn Sie hier eine Kombination aus Titel, den Eigenschaften und den Vorteilen einfügen könnten.
  • Hochauflösende Bilder
    Im Unterschied zum lokalen Einzelhandel kann der Kunde das Produkt nur mit den Augen erkunden und deshalb sind Produktbilder wichtig. Vor allem das erste Bild zählt. Bilder, die hochgeladen werden, sollten mindestens 1.000 x 1.000 Pixel haben. Allerdings bringt es nichts, zu große Fotos hochzuladen, da Amazon diese wieder verkleinert.

Daneben gibt es aber noch die Amazon-Performance-Faktoren:

Diese Faktoren zeigen den bisherigen Erfolg des Produkts auf. Metriken wie die Click-trough-rate (CTR), die Conversion Rate und der Absatz werden damit erfasst.
Diese Faktoren spielen mit den vorherigen zusammen. Sie beeinflussen sich wechselseitig. Wichtig ist, zu wissen, dass Sie als Händler die Faktoren selbst beeinflussen können.  

  • CTR aus den Suchergebnissen
    Wie oft User etwas anklicken beeinflusst die Ranking Ergebnisse.
  • Verweildauer
    Eine niedrige Verweildauer und hohe Abbruchraten sollten vermieden werden. Deshalb sollten alle anderen Schritte beherzigt werden.
  • Conversion
    Die Conversion Rate sinkt, wenn das Produkt nicht oft bestellt wird, obwohl der User zuvor auf der Seite verweilte.
  • Verkaufsrang
    Der Rang ist mit das wichtigste Kriterium bei den Performance-Faktoren! Je öfter es in dieser verkauft wird, desto eher bekommt es einen Bestseller-Status in Form eines Icons.
  • Kategorie
    Man muss das Produkt in die richtige Kategorie einordnen, damit es gefunden wird.
  • Preis
    Als Händler sollte man sich, wenn möglich, günstiger als die Konkurrenz positionieren.
  • Versandkosten
    Sie sollten Ihre Versandkosten möglichst günstig gestalten oder sie aber gänzlich erlassen. Denn es geht darum, dass der Kunde ein Gefühl bekommt, er würde bei dem Kauf sparen.
  • Lieferbarkeit
    Im stationären Handel kann der Kunde seine Artikel sofort mit nach Hause nehmen, deshalb spielt die Lieferzeit eine wichtige Rolle bei Online-Bestellungen. Je kürzer diese ausfällt, desto besser.
  • Händler Performance
    Sie müssen ansprechbar sein und die Reaktionszeit auf Anfragen von Käufern sollte möglichst kurz sein.
  • Amazon Prime
    Ein Prime-Logo bewirkt beim Kunden das Gefühl, er würde seine Ware sehr schnell erhalten. Amazon verdient am Prime-Versand mehr und pusht sie somit weiter nach oben.
  • Produktbewertungen
    Bewertungen sind sehr wichtig, weil sich viele danach richten. Jede hilfreiche Bewertung hilft außerdem beim Ranking. Hier spielt auch die Anzahl und die Aktualität eine Rolle.
  • Händlerbewertungen
    Auch sie spielen eine wichtige Rolle. Man sollte versuchen, in die „BuyBox” zu gelangen, das heißt, dass Ihr Produkt in der Liste „neu ab” angezeigt wird. Nur gut bewertete Händler kommen in die BuyBox. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Eine Händlerbewertung darf nur nach einer echten Bestellung abgegeben werden!
  • Retourenquote
    Amazon kann bei Retouren keine Provision verbuchen. Man geht davon aus, dass Nutzer, die retournieren, unzufrieden sind. Deshalb bewertet Amazon die Verkäufer schlechter, weil die Chance sinkt, dass dort noch einmal bestellt wird. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es teilweise produktspezifisch ist, was retourniert wird.

Mit all diesen Hinweisen sollten Sie gewappnet sein für einen Transfer auf dem Amazon-Marktplatz. Viel Erfolg dafür wünsche ich Ihnen.



Über den Autor/in
Maximilian Gaar
Head of Marketing

Inventorum GmbH

Experte/in für

Online Marketing


Sie möchten den Einzelhandel unterstützen und unsere Runde erweitern?
Wir freuen uns über Ihre Anfrage. Oder rufen Sie uns einfach an 030 208 986 369.


Bitte füllen Sie die folgenden Felder aus (* = Pflichtfeld)

Ich interessiere mich für folgende Themen (*)

 Aktuelle Entwicklungen E-commerce Existenzgründung Geschäftsoptimierung Marketing Rechts-und Gesetzeslagen Shop-Einrichtung Steuern und Buchhaltung

Hinterlasse einen Kommentar

fünf + neunzehn =