Pokémon Go für das Marketing im Einzelhandel nutzen

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Seit über einem Monat können sich deutsche Pokémon-Fans auf die Jagd nach den kleinen Monstern begeben. Einige wenden sich schon genervt ab, wenn mal wieder ein ambitionierter Pokémon-Trainer im Anmarsch ist, den Blick konzentriert auf das Smartphone gerichtet. Aber Spiele wie Pokémon Go bieten interessante Möglichkeiten, auch für den Einzelhandel.

Was ist Pokémon Go?

Nun könnten Sie sich fragen, was dieser ganze Trubel um Pokémon Go soll und was das mit Ihrem Unternehmen zu tun hat. Um das zu klären, bedarf es erst einmal einer genaueren Betrachtung des Spiels. Das Spiel ist eine Art moderne Schnitzeljagd oder Schatzsuche (Geocaching), bei der GPS-Daten verwendet werden, um die Position des Spielers zu verfolgen. Die Hersteller haben dafür zwei Dinge miteinander kombiniert: die erweiterte Realität (Augmented Reality) und eine positionsbezogene Spielform (Location Based Game). Das interessante daran ist, dass man sich in der realen Welt bewegt, dabei aber imaginären Dingen begegnet und mit diesen interagieren kann.

Wie Spielt man Pokémon Go?

Nach dem Installieren der App auf dem Smartphone kann man sich als Trainer aufmachen und Pokémons suchen. Dazu bewegt man sich mit dem Display vor der Nase durch die reale Welt und wenn sich ein Tierchen zeigt, wirft man mit sogenannten Poké-Bällen danach, um es zu fangen. Die Pokémon können weiterentwickelt werden und in Arenen gegeneinander kämpfen, wenn man genug Erfahrungspunkte gesammelt hat. An bestimmten Punkten in der Stadt kann man darüber hinaus spezielle Items sammeln, die man während des Spiels braucht. Diese Punkte nennen sich Pokéstops. Und hier wird es für den Einzelhändler interessant.

Pokémon Go ABC

So geht Marketing mit Pokémon Go

In dem Spiel ist es möglich, an diesen Pokéstops Lockmodule für Pokémons einzusetzen. Diese locken für 30 Minuten wilde Pokémons an. Und wo Pokémon sind, können die Jäger nicht weit sein. Viele Händler und Gastronomen nutzen diesen Trick bereits seit der ersten Stunde, um ihrerseits Kunden anzulocken.

Lockmodule werden direkt im Spiel gekauft (In-App-Kauf) und an einem Pokéstop eingesetzt. Sollten Sie sich nicht ganz sicher sein, ob und wo sich Pokéstops befinden, können Sie sich die App auf Ihr Smartphone laden und nachschauen. Wenn Sie Pokéstops und Lockmodule zu Werbezwecken nutzen möchten, empfiehlt es sich, das über möglichst viele Social Media-Kanäle zu kommunizieren. Die angelockten Kunden können so auf Ihr Geschäft aufmerksam werden, insbesondere, wenn Sie die Lockmodule mit weiteren abgestimmten Aktionen verbinden. Einige Unternehmen haben bereits Rabatte oder Gewinne in Bezug auf Pokémon Go angeboten. So vergibt zum Beispiel ein Fitnessstudio Rabatt auf die Anmeldegebühr für jeden mit der App zurückgelegten Kilometer. Und ein Burgerrestaurant gewährt einen prozentualen Rabatt je nach Teamzugehörigkeit im Spiel. Der Hersteller von Pokémon Go hat angekündigt, dass es für Unternehmen demnächst möglich sein soll, sich gegen Bezahlung Pokéstops oder Arenen zu sichern, um diese gezielt für Marketing-Aktionen nutzen zu können.

Hype vs. Potential

Generell empfiehlt es sich, solche Trends zu beobachten und eine Beteiligung abzuwägen. Zeitgemäße Aktionen machen Ihr Unternehmen in jedem Fall interessanter und ermöglichen es Ihnen, mehr Kunden zu binden. Selbst wenn der Hype um Pokémon Go demnächst nachlassen sollte, hat die positive Annahme und der Erfolg des Spiels gezeigt, dass es ein großes Potenzial birgt und in Zukunft sicher weitere Spiele solcher Art folgen werden.

Beitragsbild: Matthew Corley/ Shutterstock.com, weiteres Bildmaterial: Leyn / Shutterstock.com zusammen mit Canva

Quellen: Onlinehändler News, IHK Nürnberg, OnlineMarketing.de, Marketing-Börse, Zukunft des Einkaufens

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