Shopsysteme: Serie in 3 Teilen - Inventorum

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Shopsysteme Teil 1: Die Qual der Wahl?

Angesichts der Bandbreite an Shopsystemen fällt es Einzelhändlern schwer, sich für eine Onlineshop-Software zu entscheiden. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt sich eine Vielfalt an Shopsystemen: Allein in Deutschland gibt es um die 200 Anbieter. Shopsysteme sind längst keine Nischenprodukte mehr. Sie sind ein lukratives Geschäftsfeld geworden und bilden das Herzstück eines jeden Onlineshops. Als E-Commerce Experte stehe ich Einzelhändler mit Rat und Tat zur Seite, um Ihnen dabei zu helfen, eine maßgeschneiderte Lösung im Shopsystem-Dschungel zu finden.

Was ist ein Shopsystem?

Die beliebteste Lösung um Dienstleistungen und Produkte im Internet zu verkaufen ist und bleibt der Onlineshop. Wie ich es aber schon in meinem Interview hier in der Expertenrunde betont habe, empfehle ich bestehenden Einzelhändlern, die mit einem Onlineshop starten, je nach Werbeaktivität drei bis neun Monate auf erste Auswirkungen zu warten. Diese Zeitspanne ist erforderlich, um eine angemessene Reichweite solide aufzubauen und regelmäßige Online-Bestellungen zu bekommen. Die Aufmerksamkeit der Online-Besucher zu bekommen, in den Suchmaschinen richtig indexiert zu werden und erste Erfahrungen im Dialog mit der Community einfließen lassen zu können dauert in der Regel einfach etwas länger.

Hinter jedem Online-Shop steckt ein Shopsystem, das als technische Infrastruktur dient. Grundsätzlich sind Shopsysteme gängige Webseiten, die E-Commerce Funktionalitäten bereitstellen, wie Administrations- und Shop-Datenbanken, Produktinformationen oder Präsentationssysteme. Dabei ist die wichtigste Funktion der Warenkorb (engl.: shopping cart). Diese Kernfunktionalität ermöglicht den Besuchern, eine Gesamtübersicht der Artikel zu haben, die auf Ihrem Onlineshop ausgewählt werden.

Der Warenkorb ist hier am Wichtigsten, da die Kunden diesen nutzen um ihre finale Kaufentscheidung zu treffen. An diesem entscheidenden Zeitpunkt werden aber viele Artikel nicht gekauft. Diese wichtige Funktionalität vergleiche ich gerne mit einer Umkleidekabine im Modegeschäft: Die Kunden probieren Vieles aus, entscheiden sich aber nur für einen Teil ihrer Auswahl oder geben alles zurück.

Deshalb ist nicht nur das Design Ihres Onlineshops wichtig, sondern auch die Gestaltung, die die „Customer Journey” (ugs. zu Deutsch: Die Reise des Kunden) bedingt. Diese Kontaktpunkte des Besuchers zu Ihrem Angebot beeinflussen den Erfolg Ihres Onlineshops entscheidend.

Aber bevor Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen, ist es zuerst angebracht, die passende Lösung für Ihr Webprojekt zu finden. Alle Anforderungen haben ein passendes Shopsystem. Eine sorgfältige Planung ist auch unerlässlich, denn selbst ein ausgeklügeltes System wird Ihren Onlineshop nicht voranbringen, wenn Sie nicht ausreichend vorbereitet sind.

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Die drei unterschiedlichen Varianten von Shopsystemen

1. Benutzerfreundliche Systeme für Einsteiger

Diese Lösungen sind einfach zu bedienen und kostengünstig, wie zum Beispiel Shopify oder Jimdo. Die Shopsysteme für Einsteiger charakterisieren sich meistens durch eine begrenzte Bandbreite an Funktionalitäten. Anstatt eine Shoplösung zu benutzen, bevorzugen manchmal kleine Händler, die nur bestimmte Produkte verkaufen wollen, die einfache Integration von Zusatzfunktionalitäten auf ihrer Webseite durch spezifische E-Commerce-Plugins. Diese sind kompatibel mit den gängigsten CMS-Systemen wie WordPress.Das meistgenutzte Plugin ist dabei WooCommerce für WordPress. Meistens wecken Lösungen wie diese das Interesse der Einzelhändler, die noch keine bereits erfolgreich etablierte Webpräsenz haben und erstmal testen wollen, ob es sich für Sie lohnt, ihre Produkte online zu verkaufen. Falls der Versuch und die Absätze erstrebenswert und erfolgreich sind, entscheiden sich Einzelhändler oftmals für eine komplexere Plattform.

Dazu muss man aber auf jeden Fall sagen, dass  sich vor allem WooCommerce sehr stark und schnell weiterentwickelt hat und mittlerweile absolut komplexe Anforderungen erfüllt. In WooCommerce kann man Blogbeiträge und andere Inhalte super verwalten und mit den Produkten im Shop perfekt verknüpfen.

2. Vergrößerter Funktionsumfang für Profis und Fortgeschrittene

Für Einzelhändler, deren Onlineshop schon gute Verkaufszahlen erzielen konnte, ist es in den meisten Fällen notwendig, eine neue Software-Lösung zu finden, die eine passende Bandbreite an Funktionen beinhaltet. Die Systeme für Einsteiger bieten meistens zu geringe Personalisierungsmöglichkeiten und es mangelt ihnen an Flexibilität in der technischen Struktur. Ein ausschlaggebendes Kriterium für Profis ist das Design sowie die weitreichenden Onlineshop-Module, die sehr viel umfangreicher sind, wie zum Beispiel mit Magento, Shopware, PrestaShop oder OpenCart.

Shopsysteme für die Oberliga

Diese Shopsysteme richten sich überwiegend an große Firmen und der Preis und Aufwand ist entsprechend hoch. Im B2B Bereich ist zum Beispiel OXID eSales sehr geeignet und Magento Enterprise im B2C Handel. Die Großunternehmen, die über genügend Ressourcen verfügen, stehen auch vor der Möglichkeit, ihre Software selbst zu entwickeln. Mit einem hohen Budget stellt sich also die „make or buy”-Frage, die bei lokalen Einzelhändlern nicht relevant ist. Diese Lösungen sind für eine sehr hohe Besucherzahl gedacht und für ein breites Sortiment.

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Kaufen oder mieten?

Diese Fragestellung betrifft alle Einzelhändler, die eine Online-Präsenz aufbauen wollen und ihre Produkte Online verkaufen wollen. Cloudbasierte Mietshops gibt es viele, diese richten sich vor allem an Einsteiger. Dagegen sind gekaufte Lösungen eher Fortgeschrittenen gewidmet. Bei gemieteten Systemen sind die Wartung und die Einrichtung des Onlineshops nicht die Aufgabe der Einzelhändler. Diese können sich so auf das Wesentliche konzentrieren.

Die Lösungen sind schon vorkonfiguriert, es mangelt ihnen jedoch an Flexibilität in der technischen Grundlage und die Individualisierungsmöglichkeiten sind beschränkt. Der Gestaltungsraum ist vergleichbar mit dem von einem Baukastensystem. Die Möglichkeit eines vermieteten Webshops kann auch eine gute Lösung sein, wenn man sich erst reinfuchsen will, um erstmal zu testen, ob es sich lohnt, seine Perspektiven mit einem Webshop zu erweitern.

Bei gekauften Lösungen profitieren erfahrene Betreiber von vielfältigen Individualisierungsmöglichkeiten. Diese Pakete beinhalten große Designmöglichkeiten und heben sich durch ihre Hochleistungsfähigkeit und Erweiterbarkeit hervor.

Open-Source oder Dual-License-Model?

Der Unterschied ist einfach – Quelloffene (Open-Source) Shopsysteme stehen kostenfrei zur Verfügung. Beratung vom Support und zusätzliche Module, die nicht im Paket beinhaltet sind, kann man gegen Aufpreis erwerben. Diese Lösungen werden Einzelhändlern am häufigsten empfohlen.

Im Gegenteil bieten Shopsysteme mit Dual-License-Modelle zwei Lösungen: Bezahlmodelle sowie kostenlose, quelloffene Modelle. Sie bieten in der Regel einen Rundum-Service. Die Lizenzkosten der kommerziellen Modelle ermöglichen eine sehr schnelle Realisierung. Kostenfreie Open-Source Versionen benötigen dabei mehr Zeit für die Implementierung.

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Bildquelle: © Magento

Fazit

Um Produkte erfolgreich im Internet vertreiben zu können, ist ein Onlineshop unverzichtbar. Als Einzelhändler stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen. Für einen E-Commerce Berater ist eine pauschale Empfehlung nicht seriös möglich, es sollte immer die jeweilige Situation im Detail betrachtet werden.

Man muss sich Kriterien wie Budget und Ressourcen ansehen. Das Gute an den drei oben genannten Plattformen ist, dass Sie sich nicht sofort entscheiden müssen: Es besteht immer die Möglichkeit, jedes Tool kostenlos zu testen.

 

Hannes Kirchbaumer

 

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Shopsysteme Teil 2: Lösungen für Ersteinsteiger unter der Lupe

Wer Online erfolgreich seine Produkte verkaufen will, sollte gleich zu Beginn die richtige Entscheidung treffen, wenn es um die Wahl des Shopsystems geht. Mit mehr als 12 Jahren Erfahrung im E-Commerce und Nahe am Alltag des Händlers unterstütze ich mit meinen Dienstleistungen jeden dabei, mit der Zeit zu gehen. Im Einzelhandel bestehen viele Möglichkeiten, wenn es um die Wahl der Onlineshop-Software geht – nicht alle Anbieter passen zu Ihrem Projekt. Deshalb stelle ich in diesem 2. Teil die zwei beliebtesten Shopsysteme für Ersteinsteiger unter die Lupe, mit ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden, ihren Nachteilen und Vorteilen.

Anhand der genannten Kriterien im 1. Teil des Artikels, können Sie sich erste Gedanken machen, was für eine Softwarebasis zu Ihnen und Ihren Anforderungen passt. In diesem Artikel finden Sie die Vor- und Nachteile der zwei beliebtesten Shopsysteme für Einzelhändler: Jimdo und Shopify.

Jimdo: kleiner Aufwand, große Möglichkeiten

Seit über zehn Jahren begeistert Jimdo seine Nutzer. Mit Hauptsitz in Hamburg ist der Baukasten-System-Anbieter eine der beliebtesten Lösungen für Laien. In nur wenigen Klicks ermöglicht Jimdo es Ihnen, Ihre Wunsch-Website selber zu gestalten. Eine deutsche Sprachversion ist verfügbar. Der Anbieter basiert auf dem WYSIWYG-Prinzip, das Akronym für „What You See Is What You Get“ (übersetzt aus dem Englischen: „Was du siehst, ist was du bekommst.“). So kann mit Jimdo nichts falsch laufen: Man hat alles im Griff, und die Erstellung eines Shopsystems erfolgt kinderleicht.

Die Webseite kann jederzeit selbst bearbeitet werden und kann auch eine Basis Suchmaschinenoptimierung ist möglich. So können Sie einfach Ihre Sichtbarkeit auf Google verbessern und steuern. Um dies zu ermöglichen, haben Sie Zugang zu Ihrem persönlichen Statistik-Dashboard, mit einer Vielfalt an relevanten Informationen bezüglich Ihrer Besucher und Zielgruppen. Jimdo ist leicht zu bedienen, und die Nutzung des Baukastensystems benötigt keine Programmierkenntnisse.

So ist auch die Idee geboren, die Firma ins Leben zu rufen: Die drei Gründer haben hunderte Webseiten gebaut, aber immer von Ihren Kunden gehört, wie gerne Sie es selbst machen würden, wenn das Programmieren und Anpassen nicht so schwierig wäre.

Jimdo ist eine gute Wahl für Einzelhändler. Die Erstellung erfolgt in drei Etappen: ein Design zwischen den mehr als hundert Designvorlagen wählen, die Bilder ganz einfach durch Drag & Drop” hochladen, und die Texte editieren. Die Bildergalerien sind flexibel und es gibt eine weite Bandbreite an Präsentationsmöglichkeiten. Mit der Jimdo-App ist es auch möglich, an der Webseite von überall auf mobilen Endgeräten zu arbeiten. Jimdo ermöglicht also Einzelhändlern einen schnellen Einstieg in die Online-Welt – ohne Vorkenntnisse.

Preis: JimdoFree ist und bleibt kostenlos. JimdoPro ist für 5 Euro im Monat für Kreative, Blogger und Selbstständige erhältlich bei jährlicher Abrechnung. Für Einzelhändler empfehle ich Jimdo Business für 15 Euro im Monat, ebenfalls bei jährlicher Abrechnung. Für Onlineshops und Unternehmens-Websites ist dieses Paket empfehlenswert.

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Bildquelle: © Jimdo
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Bildquelle: © Jimdo

Shopify: ganz ohne Vorkenntnisse

Shopify wurde 2004 in Kanada gegründet. Die bekannte E-Commerce Firma hat eine einzigartige Erfolgsgeschichte: Die Gründer wollten am Anfang eigentlich nur eine eigene Webseite für ihr Snowboardgeschäft erstellen. Da sie höchst unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen E-Commerce Lösungen auf dem Markt waren, haben sie die Entscheidung getroffen, ihr eigenes Produkt zu entwickeln. Nach der Veröffentlichung des Shopsystems hat Shopify eine große Community an Nutzern überzeugen können.

Diese Shoplösung ist ganz besonders für kleine Unternehmen gedacht. Einsteigern ermöglicht sie, wesentlich mehr Zeit für ihre Kunden und Verkaufsziele zu haben. In wenigen Schritten können Sie Ihren Onlineshop veröffentlichen und wichtige Prozesse automatisieren. Shopify mag kinderleicht zu bedienen sein, die Bandbreite an Funktionalitäten ist aber groß und so können Sie eine maßgeschneiderte Lösung Ihren Anforderungen anpassen.

Mit Shopify Payments haben Einzelhändler die Möglichkeit, Kreditkartenzahlungen auf ihrer Webseite anzunehmen, ohne einen Drittanbieter für Zahlungen zu benötigen. In Sachen Zahlungslösungen ist Shopify also relativ einfach zu benutzen. Die Bandbreite an Funktionalitäten ermöglicht Ihnen, eine Webpräsenz zu erstellen, die Ihren Vorstellungen entspricht. Sowie auch bei Jimdo benötigen Nutzer von Shopify keine Programmier- und Vorkenntnisse. Produktimporte, -uploads und Konfigurationen erfolgen in nur wenigen Klicks.

Preis: Verschiedene Pakete stehen bei Shopify zur Auswahl. Jedoch können verschiedene Faktoren einen Einfluss auf den Preis haben: externe Dienstleistungen wie der Kauf eines Toplevel-Domain-Namens (Wunschadresse), Transaktionsgebühren, Anpassungen oder die Installierung verschiedener Plugins. Die Kosten von Shopify sind keine einfache Sache und relativ komplex zu berechnen. Shopify können Sie aber auf jeden Fall 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen.

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Bildquelle: © Shopify
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Bildquelle: © Shopify

Fazit

Shopify und Jimdo gehören zu den benutzerfreundlichsten Lösungen für Ersteinsteiger, da die Infrastruktur von dem Anbieter zur Verfügung gestellt wird. Diese zwei Miet-Shops sind immer auf dem neuesten Stand und halten die Kosten gering. Sie bieten eine komfortable und kostengünstige Alternative zu den etablierten Topvarianten. Jimdo und Shopware empfehle ich Einzelhändlern, die sich  den Erfolg des eigenen Onlineshops zunächst nicht sicher sind. Von der Funktionalität und Weiterentwicklungsmöglichkeit ist Shopify etwas zu bevorzugen, dafür ist die Anpassung auf die Europäischen Rechts-Rahmenbedingungen etwas aufwändiger.

Shopsysteme Teil 3: Fünf Topvarianten unter der Lupe

Wer Online erfolgreich seine Produkte verkaufen will, muss gleich zu Beginn die richtige Entscheidung treffen, wenn es um die Wahl des Shopsystems geht. Mit mehr als 12 Jahren Erfahrung im E-Commerce und Nahe am Alltag des Händlers unterstütze ich mit meinen Dienstleistungen jeden dabei, mit der Zeit zu gehen. Im Einzelhandel bestehen viele Möglichkeiten, wenn es um die Wahl der Onlineshop-Software geht – nicht alle Anbieter passen zu Ihrem Projekt. Deshalb stelle ich in diesem 3. Teil fünf der beliebtesten Shopsysteme unter die Lupe, mit ihren Gemeinsamkeiten und Unterschieden, ihren Nachteilen und Vorteilen.

Anhand der genannten Kriterien im 1. und 2. Teil der Artikel, ist Ihnen bewusst, dass der Funktionsumfang und der Anschaffungspreis natürlich die entscheidendsten Kriterien bleiben. Generell sind lizenzfreie Shopversionen ideal. In diesem Artikel finden Sie die Vor- und Nachteile der fünf beliebtesten quelloffenen Shopsysteme für Einzelhändler, die schon erste Erfahrungen sammeln konnten:

 

WooCommercefür WordPress-Affine

WooCommerce
Bildquelle: © WooCommerce

Wie kann man seine WordPress-Webpräsenz schnellstmöglich in einen Onlineshop verwandeln? Die Antwort lautet: WooCommerce. Dieses kostenlose Plugin für WordPress – das etablierte und beliebte CMS (Content-Management-System) – ermöglicht es, von zahlreichen Funktionalitäten zu profitieren. WooCommerce wurde von den Entwicklern von WooThemes ins Leben gerufen.

Das Plugin lässt sich über WordPress schnell, nahtlos, und einfach installieren, auch die Konfiguration ist kinderleicht. WooCommerce ist rechtssicher in Deutschland und Österreich und sowohl für Fortgeschrittene sowie Einsteiger geeignet. Lokale Einzelhändler bevorzugen diese Lösung auch, da die technische Grundlage von WooCommerce für kleine und mittelgroße Onlineshops optimal gestaltet ist.

Das Plugin ist kostenlos und verfügt über mehr als 300 Erweiterungen, die es ermöglichen, Ihren Onlineshop zu individualisieren. In den meisten Fällen sind WordPress-Themes (grafische Vorlagen) mit WooCommerce kompatibel. Auf Webseiten wie Themeforest haben Sie auch die Möglichkeit, hunderte graphische Vorlagen mit WooCommerce einzupflegen.

Preis: WooCommerce selbst ist kostenlos erhältlich. Jedoch gibt es kostenpflichtige Anforderungen, die eingeplant werden sollten. Die Preiskalkulation muss also in den meisten Fällen persönlich geführt werden. Sollten Sie mit Ihrer Erfahrung mit WooCommerce aber unzufrieden sein, haben Sie eine Geld-Zurück-Garantie binnen 30 Tagen.

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WooCommerce ist 2017 das führende Onlineshop-System in Deutschland (Bild: © builtwith.com)

MagentoDer Marktführer

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Bildquelle: © Magento

Laut Studien ist Magento allgemein Marktführer in Deutschland und ist auch für den deutschen Markt maßgeschneidert als vorkonfiguriertes Gesamtpaket Namens Magento DE. Nach den USA ist Deutschland der zweitgrößte Markt für Magento. Mehr als ein Viertel der Nutzer haben sich für diese E-Commerce-Plattform mit Sitz in Kalifornien entschieden. Bei den größten 1.000 deutschen Onlineshops bleibt aber die meistgenutzte Lösung die Eigenentwicklung. Danach folgt der Amazon Webstore, Hybris, während Magento auf Platz vier liegt. Die Entwickler der Plattform veranstalten auch regelmäßig „Meet Magento”-Fachkonferenzen zur Kundenbindung in Deutschland.

Magento gehört zur Königsklasse und zählt weltweit um die 70.000 Entwickler, davon sind mehr als 5.000 zertifiziert. Zirka 250.000 Onlineshop-Betreiber nutzen diese Lösung. Die quelloffene Software mit Dual-License-Strategie bietet zwei Versionen: die kostenlose „Community-Version” und eine erweiterte „Enterprise-Edition” als kommerzielle Lösung. Das System richtet sich überwiegend an mittelständische bis große Unternehmen mit ausreichendem Budget und kann für Anfänger sehr anspruchsvoll sein.   

Die Software punktet jedoch mit ihrem Aufbau, der modular ist und auf Wunsch durch Zusatzfunktionen erweitert werden kann. Außerdem bietet Magento die Integration mehrerer Zahlungssysteme, was im E-Commerce eine wichtige Rolle spielt. Die Nutzer schätzen vorwiegend die Bandbreite an Funktionen, und Magento wird als „Allrounder” betrachtet, und zwar als Lösung, die vielseitig einsetzbar ist.

Preis: Die Magento Community Edition ist eine kostenlose Open Source Lösung, und beinhaltet eine Vielfalt an Plugins. Die Voraussetzung ist jedoch, dass man schon einige Erfahrung mit der PHP-Programmiersprache haben sollte, um seine Vorstellungen implementieren zu können. Magento ist nicht kostengünstig, aber sein Geld wert. Die Preise können bei Magento stark variieren und hängen von Ihren Anforderungen ab. Das Design kann zum Beispiel zwischen 1.000 und 5.000 Euro kosten. Für einen schlichten und einfachen Onlineshop müsste man mindestens um die 2.000 Euro berechnen.

Für einen sehr personalisierten Shop mit besonderen Features müssten Sie um die 10.000 Euro einplanen. Die Enterprise Edition von Magento ist eher für Großunternehmen geeignet. Bei den Enterprise Lösungen für Großunternehmen und sehr umfangreichen Projekte ist SAP Hybris auch eine anerkannte Lösung, vor allem im B2B-Bereich.

Shopware – Macht Ihr Marketing fit

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Bildquelle: © Shopware

Unter dem Motto “Mach das Einkaufen zum Erlebnis” ist Shopware eines der weitverbreitetsten Shopsysteme in Deutschland. Diese Lösung ist rechtssicher, modular aufgebaut und seit 2004 in Deutschland am Markt, mit Sitz in Nordrhein-Westfalen. Im Gegenteil von Magento ist Shopware für kleine Projekte sehr gut geeignet, insbesondere die Einstiegsversion.

Die E-Commerce Software kann außerdem mit vielen Plugins schnell erweitert werden und punktet mit seinen Individualisierungs-Möglichkeiten. Shopware gehört zu den etablierten Shopsystemen und ist durch die einfache Bedienung sehr beliebt, sowie für seine Intuitivität. Diese Lösung ist ganz ohne Programmierkenntnisse bedienbar, gut skalierbar und setzt den Fokus auf das Online-Marketing.

Die Kosten sind gering und die neueste Version hat eine “Storytelling” Funktionalität integriert, die im Marketing häufig benutzt ist und den Händlern ermöglicht, einen Shop lebendiger zu gestalten. So werden die Besucher in einer unterhaltenden Art über die Leistungen und Produkte des Onlineshops informiert.
Preis: Die Community-Edition von Shopware ist ganz besonders für Einsteiger in den E-Commerce geeignet und dazu auch noch kostenlos. Für einen umfangreichen Service und Markenauftritt gibt es auch ein Profi-Paket für einmalig 1.295 Euro einmalig, sowie ein Professional Plus Paket für 5.995 Euro und ein Enterprise Paket mit Preis auf Anfrage.

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Bildquelle: © Gambio

Gambio – Ideal für kleine Projekte

Die Gambio Shopsoftware mit Sitz in Bremen ist eine Komplettlösung für Webseitenbetreiber, die erste Erfahrungen sammeln konnten und zählt mehr als 20.000 Nutzer. Das eigenständige und quelloffene System zielt auf kleine und große Händler ohne Programmierkenntnisse ab. Fertige Templates und Layouts sind griffbereit sowie Detaileinstellungen und die Anpassung von Farben und Schriftarten ergänzen das Set.

Gambio ist plattformunabhängig und wird mit einem kostenpflichtigen Support-Paket zusammengestellt. Die Shoplösung bietet eine zusätzliche Suchmaschinenoptimierung sowie Ladezeitenoptimierung. Das Funktionsspektrum der Lösung umfasst auch unter anderem die Möglichkeit, einzelne Produkte auf der Plattform zu empfehlen, Gutscheine und Coupons zu erstellen, E-Mail-Marketing und Google-Analytics-Anbindung stehen ebenfalls bereit.

Die ausgereifte Software richtet sich vor allem an Unternehmen zwischen 1 und 80 Mitarbeitern. Bei der Programmierung der Shopsoftware wurde besonders darauf geachtet, dass Anwender ohne Erfahrung Gambio leicht bedienen können.

Preis: Der Gesamtpreis für das Gambio-GX3-Software-Paket beträgt 149 Euro, Inklusive 12 Monaten Service & Support. Zusätzliche Informationen zum Webhosting können Sie auf Wunsch per E-Mail erhalten.

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PrestaShop – Kostengünstig und unkompliziert

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Bildquelle: © Prestashop

In unserem Nachbarland Frankreich entwickelt und 2008 veröffentlicht, ist PrestaShop eine der beliebtesten Lösungen im E-Commerce. Es ist möglich, diese quelloffene Plattform vollständig auf Deutsch zu nutzen. Mehr als 250.000 Onlineshops basieren auf PrestaShop, dass als praxisnah betrachtet wird. Mit Prestashop können Sie eine Webpräsenz mit responsivem Design erstellen.

Die Shopsoftware ist beliebt, weil sie kostengünstig ist und eine  übersichtliche Struktur bietet. PrestaShop zählt zu den größten Open-Source-Communitys für E-Commerce weltweit, mit knapp einer Million Mitgliedern, die in Foren an zahlreichen Diskussionen und Expertenratschlägen teilnehmen.

Die Open-Source-Software punktet dank ihrer Benutzerfreundlichkeit und den vielen Entwicklungen und Konfigurationen, die zur Verfügung stehen. Andere Vorteile, wie das modulare Aufbau, sind hier auch ein wichtiger Punkt. Die französische Plattform ist zwar nicht so stabil wie Magento, punktet aber, indem sie mehr kostenlose Plug-ins und Themes anbietet. Der Aufwand für die Einrichtung und Planung ist relativ gering: Kleine Onlineshops kommen mit Prestashop gut zurecht.

Preis: PrestaShop ist kostenlos und bietet ein umfangreiches Set Features für kleine bis große Onlineshops an. Vielfältige Funktionen gehören zum Standardumfang und sind ebenso kostenlos. Bei PrestaShop gibt es weder monatliche Gebühren noch Provisionen auf Ihren Umsatz.

Fazit

Der Einstieg in der Onlinewelt muss sorgfältig vorbereitet werden. Das Vielfältige Angebot scheint im ersten Blick unüberschaubar, doch der Vergleich hilft dabei zu zeigen, dass die Passende Shopsoftware abhängig von der jeweiligen Situation ist. Einzelhändler bevorzugen in der Regel kostenlose, quelloffene Systeme, die beliebig erweiterbar sind. Mietshops sind die zweitbeliebteste Option, bei der man auf professionelle Unterstützung und Beratung zurückgreifen kann. Erinneren Sie sich daran, dass die Suche nach der idealen Lösung in mehreren Etappen erfolgt. Nach der Erstellung des Businessplans, der Budget- und Sortimentsplanung werden Ihre Ansprüche entscheiden. Außerdem können die verschiedenen Demos und Testversionen Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Bildquellen:
http://www.netz24.biz/2016/02/top-10-shopsysteme-in-deutschland/, https://de.fotolia.com/id/97655541, builtwith.com, Magento, Shopware, https://de.jimdo.com, https://www.shopify.com/

Quellen:
https://woocommerce.com/wp-content/uploads/2016/06/woocommerce-core-2-6.pdf, https://magento.com, https://de.shopware.com/versionen/, http://www.gambio.de, https://www.prestashop.com

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