Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Nutzen Sie die warenwirtschaftliche Analyse - Inventorum

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Mithilfe der warenwirtschaftlichen Analyse können im Einzelhandel Ladenhüter aufgespürt und das Sortiment optimiert werden. Beides sind wichtige Aspekte in Bezug auf Kostenminimierung und Umsatzsteigerung sowie Kundenbindung. Aber was genau gehört zur warenwirtschaftlichen Analyse? Wir frischen im folgenden Artikel das Wissen zu diesem Thema auf und geben Tipps zum Entdecken von Trends und zur Gestaltung des optimalen Sortiments.

Warenwirtschaftliche Analyse beginnt mit der Auswahl des Sortiments

Als Einzelhändler haben Sie natürlich das Ziel, Ihren Warenbestand möglichst nah an den tatsächlichen Kundenbedarf heranzubringen. Wer möchte schon auf seinen Produkten sitzen bleiben? Um dieses Ziel zu erreichen, fängt die Arbeit bereits bei der Sortimentsgestaltung an.

Bevor Sie sich auf die Verkaufs- und Umsatzzahlen stürzen und mit der warenwirtschaftlichen Analyse beginnen, sollten Sie zuerst das Sortiment bestimmen. Eine attraktive Sortimentsgestaltung sowie ein entsprechender Umfang Ihrer Produktpalette sind enorm wichtig für die Kundenbindung und Umsatzgenerierung. Entscheidend für die Planung Ihres Sortiments ist die Art Ihres Unternehmens, die Branche und Ihre Zielgruppe.

Tipps zur Sortimentsgestaltung:

  • Bieten Sie das besondere Etwas! Unterscheiden Sie sich klar von der Konkurrenz.
  • Seien Sie kreativ! Spezialisieren Sie Ihr Sortiment und probieren Sie neue Kombinationen.
  • Kaufen Sie mit Bedacht! Wählen Sie Ihre Lieferanten und Hersteller sorgfältig aus.
  • Schauen Sie kritisch auf Ihr Sortiment und trennen Sie sich auch von Produkten.

Warenwirtschaftliche Analyse heißt …

Laut Definiton setzt sich die warenwirtschaftliche Analyse aus drei Aspekten zusammen:

Umsatzentwicklung:

Als Teil der warenwirtschaftlichen Analyse stellt die Beobachtung von Umsatzentwicklungen sicher, dass die entsprechenden Waren in der erforderlichen Menge vorhanden sind. Aber auch neue Trends im Kaufverhalten lassen sich damit ausfindig machen. Dazu dienen Ihnen Verkaufs- und Umsatzberichte, darunter auch das Kassenbuch, sowie die produktbezogenen Daten eines Warenwirtschaftsprogrammes. Und da es manchmal wichtig ist, schnell auf veränderte Kundennachfragen zu reagieren, sollten Sie regelmäßig die Aktualität Ihrer Ware überprüfen. Und so erkennen Sie Trends:

Scanning

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Durchforsten Sie regelmäßig Print- und Online-Medien, um bei Trends auf dem neuesten Stand zu sein. 

Monitoring

monitoring

Beobachten Sie Entwicklungen im Einzelhandel und im Kaufverhalten Ihrer Kunden. Starten Sie ggf. Umfragen.

Marktforschung

marktforschung

Nutzen Sie Studien von Marktforschungsinstituten, um sich über Trends und deren Entwicklung zu informieren.

Warenbewegung:

Die Kennzahlen aus Ihrer Warenwirtschaft und Logistik beziehungsweise Warenbewegung dienen Ihnen zur Analyse Ihrer Warenverkäufe. Die meisten Einzelhändler nutzen bereits Warenwirtschaftsprogramme, mit denen sich Warenbewegungen, Bestellungen und Rechnungsstellungen verwalten lassen. Das spart enorm viel Zeit bei der warenwirtschaftichen Analyse. Besonders wenn diese Systeme neben den warenbezogenen Daten Informationen zu Kunden und Lieferanten bereitstellen können.

Bestandsführung:

Die Bestandsführung oder Lagerverwaltung beinhaltet die Kontrolle der Wareneingänge, die Durchführung von Qualitätsproben sowie die Erfassung von Warenbeständen. Die Zuordnung zum Artikelstamm und die Vergabe von Artikelnummern oder Barcodes gehört ebenso dazu.

Mit einem Warenwirtschaftsprogramm kann jederzeit eine Inventur durchgeführt werden, um die Warenbestände zu überprüfen. Ein solches Programm erfasst automatisch alle Ein- und Ausgänge und garantiert einen stets aktuellen Blick auf alle Bestände. Mit vielen Systemen ist es darüber hinaus möglich, eine automatische Nachbestellung auszulösen.

Fazit

Wenn Sie also Ihr Sortiment sorgfältig planen, Trends frühzeitig erkennen sowie Ihre Umsatz- und Verkaufszahlen regelmäßig überprüfen, werden Sie Ihren Kunden ein einzigartiges Einkaufserlebnis bieten können, ohne dabei unnötige Kosten zu verursachen.

Titelbild: Vintage Tone/shutterstock, weiteres Bildmaterial: INVENTORUM

Quellen: Handelswissen, Eazystock, Wirtschaftslexikon24